Nabelschnur: wie kann man die Stammzellen konservieren?
Das Konzept klingt überzeugend: Wer das Blut aus der Nabelschnur seines Neugeborenen einfrieren lässt, kann damit später Leben retten. Sei es für das eigene Kind oder als Spende für andere Erkrankte. Bislang gibt es zwar nur wenige Anwendungsbereiche, aber die medizinischen Möglichkeiten entwickeln sich so rasant, dass vielen Eltern dieser Weg sinnvoll erscheint. Da man die im Blut enthaltenen Stammzellen nicht zu Hause lagern kann, kommt allerdings nur eine professionelle Stammzellenbank in Frage. Um der Nachfrage gerecht zu werden, sitzen mittlerweile in mehreren deutschen Städten entsprechende Anbieter.
Zu unterscheiden sind dabei öffentliche Blutbanken, die das eingefrorene Zellgut jedem infrage kommenden Patienten zur Verfügung stellen. Wer die Stammzellen aus der Nabelschnur gezielt für sein eigenes Kind reservieren möchte, kann sich an ein kommerzielles Unternehmen wenden. Bei vita34-direkt.de lagern zum Beispiel bereits mehr als 70.000 Blutkonserven. Um eine fachgerechte Entnahme zu sichern, wurden dafür Mitarbeiter in über 800 Entbindungsstationen extra geschult. Kostenlos ist dieser Service allerdings nicht. Rund 2500 Euro müssen die Eltern für eine 25jährige Lagerung bezahlen.
Nicht jeder kann eine solche Summe aufbringen. Anbieter wie eticur.de haben deshalb eine 0% Finanzierung aufgelegt, bei der nur geringe Monatsraten fällig werden. Außerdem bekommen Mitglieder verschiedener Krankenkassen ermäßigte Tarife für die Entnahme des Blutes und die anschließende Aufbewahrung. Somit können auch junge Eltern das Blut aus der Nabelschnur einfrieren lassen und wertvolle Stammzellen gewinnen. Bei späteren Krankheiten wie Leukämie oder anderen Krebsformen ist dann eine schnelle Behandlung möglich.
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