Nabelschnurblut Stammzellen: öffentlich oder privat spenden?

Wer früher ein Kind bekam, hoffte auf die gute Gesundheit seines Kindes und hilfreiche Medizin für den Krankheitsfall. Wenn man vorausschauend dachte, nutze man zudem alle Impftermine und legte beizeiten ein Sparbuch für den Nachwuchs an. Viel mehr konnte man auch nicht tun. Doch das ist jetzt anders. Heute bekommt der Begriff persönliche Vorsorge für Eltern eine neue Dimension: wenn sie aus dem Nabelschnurblut Stammzellen extrahieren lassen, gewinnen sie dadurch eine ganz individuelle Medizin für spätere Krankheitsfälle.

Vor allem genetische Veränderungen wie Leukämieerkrankungen kann man mit Stammzellen therapieren. Um das wertvolle Material bis zum eventuellen Bedarf zu lagern, ist allerdings eine aufwendige Technik erforderlich. Direkt in der Klinik wird das Blut entnommen und im Labor getestet. Dort werden aus dem Nabelschnurblut Stammzellen gewonnen und bei minus 200 Grad tiefgefroren. Mehrere tausend Euro kostet das gesamte Verfahren. Private Stammzellbanken wie seracell.de oder eticur.de bieten ihren Kunden allerdings günstige Ratenzahlungen an, so dass jede Familie sich den Service leisten kann. Über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren fallen zwischen 8 und 10 Euro pro Monat an. Dafür steht dem Spender jederzeit seinen eigenen, optimal verträglichen Stammzellen zur Verfügung.

Eine Alternative zur kostenpflichtigen Einlagerung stellen die öffentlichen Stammzellbanken dar. Wer mit seinen Nabelschnurblut Stammzellen auch anderen Menschen eine Chance auf Behandlung geben möchte, kann die Spende an einer der beteiligten Unikliniken typisieren und einlagern lassen. Sie wird dann in das internationale Spendenregister eingetragen und steht weltweit als Lebensretter zur Verfügung – bei Bedarf auch für das eigene Kind.

Tags: , , ,

Leave a Reply