Welche Funktionen hat die Plazenta?
Der mütterliche Organismus macht während der Schwangerschaft zahlreiche Veränderungen durch. Mit der Plazenta entwickelt er sogar ein komplett neues Organ, das die Versorgung des Kindes in der Gebärmutter steuert. In der Mitte des rund 500 Gramm schweren Mutterkuchens treffen die mütterlichen und kindlichen Blutsysteme, so dass Nährstoffe und Sauerstoff zum Baby fließen können, während Kohlendioxid und Stoffwechselprodukte wieder über das Blut der Mutter ausgeschieden werden. Einen direkten Kontakt zwischen kindlichem und mütterlichem Blut gibt es dabei allerdings nicht. Vielmehr sorgt ein fein verästeltes Filtersystem für den reibungslosen Austausch. Wie es genau funktioniert, zeigt eine animierte Grafik auf rund-ums-baby.de.
Damit keine Giftstoffe oder Krankheitserreger auf das Kind übergehen, bildet das Organ eine sogenannte Plazentaschranke aus. Sie hält unerwünschte Stoffe vom Blutkreislauf des ungeborenen Kindes fern. Einige Medikamente, Alkohol und Nikotin können diese Schranke jedoch überwinden, so dass Schwangere mit diesen Mitteln vorsichtig sein müssen. Ob die Plazenta richtig ausgebildet ist, prüft der Frauenarzt während der Vorsorgeuntersuchungen. In den allermeisten Fällen entwickelt sich das Organ normal.
Gelegentlich kommt es jedoch zu Störungen, die der Arzt abklären muss. Einen informativen Überblick über mögliche Störungen von Wachstum oder Funktion können Mütter dann auf dem Schwangerschaftsportal 9monate.de bekommen. Aufgrund ihrer wichtigen Rolle für die kindliche Entwicklung ranken sich um die Plazenta viele Legenden und Rituale: vom Einpflanzen unter einen Baum über den Verzehr des Organs bis zur Herstellung von homöopathischen Präparaten. Durch ihren Wirkstoffgehalt dient sie außerdem als Basis für zellverjüngende Kosmetika.
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